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UNESCO-Welterbetitel für Montanregion Erzgebirge/Kruśnohoří

„Alles kommt vom Bergwerk her“ lautet ein alter erzgebirgischer Spruch, und diesen kann man in zwei Richtungen interpretieren. Erstens macht er klar, dass der Bergbau über lange Zeiten hinweg eine markante Rolle in den Entwicklungsmöglichkeiten eines Staates spielte, indem er für dessen pekuniäre Ausstattung mit- oder gar hauptverantwortlich war. Zweitens aber sind auch die Entwicklungsmöglichkeiten des Bergbaugebietes selbst gemeint. Beides kann man im Erzgebirge geradezu archetypisch ablesen: Der Bergbau besonders auf Silber und Zinn füllte über Jahrhunderte das Staatssäckel des Kurfürstentums bzw. Königreichs Sachsen, und ohne seine Gewinne wäre etwa Dresden nie zu einer so prächtigen Residenzstadt ausgebaut worden. Zugleich stellte der Bergbau aber auch den größten Wirtschaftsfaktor bei der Erschließung des Erzgebirges selbst dar, eines Areals, das sich etwa für Landwirtschaft nur sehr bedingt eignete. Von dem, was sich dort auf der Grundlage des Bergbaus entwickelte, zeugen heute beispielsweise bekannte Kulturdenkmale wie die großen Hallenkirchen in Schneeberg, Annaberg-Buchholz, Marienberg oder Freiberg, aber auch zahllose weitere Objekte, die das Entdecken lohnen.

Die UNESCO hat nun die Montanregion Erzgebirge/Kruśnohoří als grenzüberschreitende deutsch-tschechische Kulturlandschaft in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Auch wir in Altenburg, die wir „nur“ in der Nähe des Erzgebirgsnordrandes leben und arbeiten, freuen uns sehr über diese Auszeichnung, finden sich doch in der Verlagsgruppe Kamprad zahlreiche CDs und Bücher, die sich mit bestimmten Aspekten des Kulturerbes dieser Region befassen. Wenn Sie in unserem Onlineshop stöbern, entdecken Sie beispielsweise Bücher wie den Reiseführer „Orgeln in Sachsen“ von Felix Friedrich und Vitus Froesch, Werner Kadens Festschrift über die Erzgebirgische Philharmonie Aue oder den Kunstband „Erz³“ mit Werken der erzgebirgischen Künstler Carlfriedrich Claus, Michael Morgner und Thomas Ranft, aber auch Tonträger wie das Hörbuch „Wenn es Raachermannel naabelt“, die von Matthias Süß eingespielte 3-CD-Serie an der Walcker-Orgel der Kirche St. Annen zu Annaberg-Buchholz oder Enrico Langers jüngst erschienene CD-Einspielung des Schneeberger Orgel- und Clavierbuches aus dem frühen 18. Jahrhundert, die es übrigens gerade auf die Longlist für die Bestenliste 3/2019 des Preises der deutschen Schallplattenkritik geschafft hat. Und wussten Sie schon, dass Johann Sebastian Bach einen Anteilsschein an einem Bergwerk im Freiberger Revier besaß, den dann seine Witwe Anna Magdalena übernahm? Diese spannende Geschichte können Sie in Eberhard Sprees Buch „Die verwitwete Frau Capellmeisterin Bach“ nachlesen.

 

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