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Das Sinfonie-Jazz-Orchestrion und andere Raritäten

Birgit Heise: Leipzig als Zentrum des Musikautomatenbaus

Der Bau selbstspielender Musikinstrumente bildete in Leipzig um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert einen der bedeutendsten Industriezweige überhaupt. Die wenigen heute noch erhaltenen Exemplare dieser Instrumente werden von Sammlern und Liebhabern hochgeschätzt, stehen aber bisher wenig im Fokus der Öffentlichkeit. Das wollen einige engagierte Forscher, Sammler und Restauratoren ändern.

Am 10. Juni stehen diese Instrumente nun ab 13.30 Uhr einen ganzen Nachmittag lang in der Eisenmühle in Elstertrebnitz, gelegen zwischen Leipzig und Gera, im Mittelpunkt des Interesses. Zum einen wird das in den 1920er Jahren gebaute und soeben frisch restaurierte Sinfonie-Jazz-Orchestrion aus der Ludwig Hupfeld AG, das sich im Besitz des Sammlers Jost Mucheyer befindet, erstmals wieder zum Klingen gebracht. Zum anderen hält Birgit Heise, langjährig am Musikinstrumentenmuseum der Leipziger Universität tätig, gleich zu Beginn um 13.30 Uhr einen Vortrag über diesen besonderen Zweig der Musikinstrumentenbaugeschichte, der auf ihrer Habilitationsschrift an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beruht. In Kürze wird ein auf dieser Schrift beruhendes Buch, ein Standardwerk zum Thema der selbstspielenden Musikinstrumente, im Verlag Klaus-Jürgen Kamprad erscheinen.

 

Zur Website der Eisenmühle Elstertrebnitz

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