Siegfried Schmidt-Joos (Hrsg.): Jazz-Echos aus den Sixties. Kritische Skizzen aus einem hoffnungsvollen Jahrzehnt

Siegfried Schmidt-Joos (Hrsg.): Jazz-Echos aus den Sixties. Kritische Skizzen aus einem hoffnungsvollen Jahrzehnt

ISBN 978-3-95755-670-7
19,60 € inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Mit Beiträgen von Joachim-Ernst Berendt, Werner Burkhardt, Nat Hentoff, Manfred Miller, Siegfried Schmidt-Joos, Ingolf Wachler und Mike Zwerin sowie zahlreichen Fotos von Detlef A. Ott

Fast alles, was im Jazz heute als gut und vermittelbar gilt, wurde in den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts entwickelt und ausgeformt. Miles Davis begann modal zu improvisieren. Coltrane, Coleman, Brötzmann & Co ergänzten ihre Tonalität durch die Kakophonie der Geräusche. Rhythmusgruppen verabschiedeten sich vom durchlaufenden, swingenden Beat, doch die Swing-Bigbands waren durchaus noch nicht abgemeldet. Hard Bop und die American Folk Blues Festivals eröffneten der Black Music neue Spielräume: Funk und Soul. Jazzmusiker integrierten Rock, Rockmusiker adaptierten Jazz.

Die Sixties waren für den Jazz ein Jahrzehnt der Umbrüche und Widersprüche, aber auch eine Zeit des florierenden Diskurses. Im »jazz-echo«, der achtseitigen Jazz-Beilage des GONDEL-Magazins, beschrieben und bewerteten sechs fachkundige Publizisten aus drei Generationen begeistert, skeptisch oder polemisch die rasanten künstlerischen Entwicklungen. Redakteur und Hauptautor des »jazz-echo« war in den 1960er Jahren Siegfried Schmidt-Joos. Auch seine Entwicklung vom ausschließlichen Jazz-Experten zum weiträumigen Pop-Journalisten und Rock-Chronisten spiegelt dieses Buch, das mit kritisch-kulinarischen Kostbarkeiten die Zeit des florierenden Diskurses in der Musik wie in der Musikberichterstattung in Erinnerung ruft.

Festeinband mit Schutzumschlag; Format (BxH): 17 x 24 cm; zahlreiche Abbildungen überwiegend vierfarbig

228 Seiten

ISBN 978-3-95755-670-7

 

Inhalt:

 

Vorwort: »jazz-echo« oder Das Ende der Unschuld
 
1. Drei Vorschauen
Versuch über Jimmy Giuffre
Die Zukunft der Rhythmusgruppe
Ornette Coleman: Stil, Leben und Ästhetik

2. Drei Neutöner
Sonny Rollins‘ musikalischer Entwurf
Welcome Bill Evans
Peter Brötzmanns Free Jazz

3. Drei Einwände
Miles Davis, eine höchst merkwürdige Freundschaft
Avantgarde der Stümper: Zum Stil von Don Cherry
Wolfgang Dauners New Thing

4. Drei Zweifelsfälle (Platten des Monats)
In Coltranes Schatten: Zu Joki Freunds »Yogi Jazz«
An Stelle einer Beurteilung: Zu Manfred Schoofs »Voices«
Und nun auch noch Rock: Zu Spencer Davis‘ »Beat with Soul«

5. Drei Vokalisten
Die Saga von John Lee Hooker
Die Jazz-Seele des Frank Sinatra
The Divine Sarah Vaughan

6. Drei Pop-Diskurse
Swing-Marginalien
Pop-Bebop
Space Age Blues
 
7. Drei Nachrufe
Oscar Pettiford. Ein Porträt aus eigener Erfahrung
In memoriam Dinah Washington
Dolphy

Die Gastautoren (in der Reihenfolge ihres Auftretens im Leben des Herausgebers)
Zeittafel
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Danksagung
Register
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