Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Das Reichsstift St. Simon und Judas zu Goslar. Geschichte, Architektur und Archäologie

Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Das Reichsstift St. Simon und Judas zu Goslar. Geschichte, Architektur und Archäologie

ISBN 978-3-95755-056-9
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Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Das Reichsstift St. Simon und Judas zu Goslar. Geschichte, Architektur und Archäologie

Arbeitshefte zur Denkmalpflege in Niedersachsen 52

Die von Kaiser Heinrich III. gestiftete und 1051 geweihte Kirche St. Simon und Judas zählte zu den größten romanischen Bauten rechts des Rheins und stellte die für Norddeutschland wohl bedeutendste frühromanische Stiftskirche dar. Das Reichsstift war Bestandteil der Pfalz Goslar und Ausdruck kaiserlichen Machtanspruchs. Die Kirche wurde 1819–1822 abgebrochen, erhalten blieb nur die nördliche Domvorhalle.
Insbesondere die Interventionen des 19. Jahrhunderts mit dem Abbruch der Kirche sowie dem späteren Ausbau und der Freistellung des Palas zum Nationaldenkmal haben die architektonische und städtebauliche Situation der Kaiserpfalz verändert und bis heute nachhaltig geprägt. Die Vorstellung mittelalterlicher Königsherrschaft wurde in Goslar im 19. Jahrhundert unter weitestgehendem Verzicht auf die kirchlichen Einrichtungen nachgezeichnet. Die ursprüngliche Goslarer Pfalz mit Stiftskirche wird im Mittelalter eine völlig andere räumliche Wirkung und Anbindung an die Stadtstruktur gehabt haben.

Das vorliegende Buch präsentiert die vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege 2017–2019 koordinierten und im deutschsprachigen Raum beinahe einmaligen Forschungen zu Architektur, Baugeschichte und Archäologie dieser hochrangigen kaiserlichen Stiftung sowie die nachfolgende Nutzung des Areals bis in das 20. und 21. Jahrhundert. In ihrer Verbindung aus archäologischer Forschung, mediävistischer und kunstgeschichtlicher Analyse, denkmalpflegerischer Reflexion und städteplanerischer Vision enthält die Publikation eine ungewöhnliche Kombination sehr verschiedener Sichtweisen auf eine bedeutende Stätte der Geschichte. Es ist gelungen, die maßgeblichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im interdisziplinären Diskurs zur Baugeschichte der Stiftskirche für die hier zusammengestellten Beiträge zu gewinnen.

E. Reinhold Verlag

Festeinband, BxH 21x29,7 cm, 136 Seiten

Zahlreiche Abbildungen teilweise vierfarbig

ISBN 978-3-95755-056-9

 

Inhalt:

 

Christina Krafczyk: „das Fehlende oder Abhandengekommene“

Michael Geschwinde: Das Projekt St. Simon und Judas

Cord Meckseper: Die ehemalige Goslarer Stiftskirche St. Simon und Judas Heinrichs III. – Zu ihrer frühen Baugeschichte und ihren drei Bronzesäulen

Caspar Ehlers: Das Goslarer Stift St. Simon und Judas (mit Anhang: Königliche Aufenthalte in Goslar im Hochmittelalter)

Bernhard Schroth: Bodenradaruntersuchung der Stiftskirche St. Simon und Judas in Goslar – Möglichkeiten geophysikalischer Prospektion in Kirchen und Klöstern

Markus C. Blaich: Archäologische Forschungen zur Königspfalz Goslar

Christine H. Bauer: Geschichte und Entwicklung des „Domplatzes“ in Goslar

Sandra Morese und Walter Ackers: Stiftsgarten im KaiserpfalzQuartier Goslar – Der Freiraumwettbewerb