Susanne Scholz/Michael Hell: L'immagine di Corelli

Susanne Scholz/Michael Hell: L'immagine di Corelli

VKJK 1621
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L’immagine di Corelli. 6 Sonate dell’Opera 5

Werke von Arcangelo Corelli

Susanne Scholz (violino), Michael Hell (cembalo)

Diese CD bringt die scheinbar altbekannten Sonaten Op. 5 von Arcangelo Corelli in einer hochinteressanten experimentellen Aufnahme, die musiktheoretische und -praktische Quellen des 18. Jahrhunderts als Basis hat, zu Gehör.
Das starke aufführungspraktische Statement ist dabei ein grundsätzliches Anliegen. Es bedingt und verstärkt die musikalischen Aussagen und macht diese Aufnahme zum Experiment. Die Hypothesen, die die Violinistin Susanne Scholz und der Cembalist Michael Hell anhand verschiedener Versionen der wohlbekannten Sonaten Op. 5 von Arcangelo Corelli aufstellen, betreffen insbesondere die Instrumentaltechnik, die Instrumentenwahl und die Realisierung des Cembaloparts.
Die Unterschiede, die durch die der jeweiligen Version angepasste Wahl dieser aufführungspraktischen Mittel hörbar gemacht werden, lassen ein Kaleidoskop musikalischer Ausdrucksweisen und Klangwelten entstehen. Auf diese Weise möchte diese CD keine homogene Darstellung des Violinklangs von Susanne Scholz und des Continuospiels von Michael Hell abbilden, sondern zeigen, wie unterschiedlich stilistische Differenzierung klingen kann, und das anhand der am meisten verbreiteten Violinsonaten des 18. Jahrhunderts.
Die verschiedenen Versionen der Sonaten mit den von Corelli selbst, von Geminiani, Roman oder einem anonymen Meister stammenden Verzierungen oder gar kompositorischen Veränderungen spiegeln die stilistischen Veränderungen während der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wie auch die verschiedenen länderspezifischen Gegebenheiten wider. Diesen Unterschieden tragen die beiden Professoren an der Kunstuniversität Graz in dieser Aufnahme durch den Wechsel zwischen drei Cembali und drei Bogenmodellen Rechnung. Bewusst wurde hingegen nur eine Geige (Barockvioline nach Antonio Stradivari von Federico Lowenberger; Genova, 2012) verwendet, um die klanglichen Unterschiede der Haltungen und Bögen besser zuordnen zu können. Das Booklet stellt die einzelnen Gedanken, Hypothesen und Techniken detailliert und anschaulich dar. So eröffnet sich ein ganz neuer und überaus vielschichtiger und reizvoller Blick auf diese scheinbar altbekannten Werke.
 
CD im Digipack
Booklet: deutsch/englisch
Bestell-Nr.: VKJK 1621
 

Trackliste/Hörbeispiele

      Arcangelo Corelli (1653–1713): 6 Sonaten aus Opus 5
       
      Sonate III C-Dur mit kompositorischen Veränderungen von Francesco Maria Veracini in allen Sätzen
Play Button Track 1 Adagio
Play Button Track 2 Allegro
Play Button Track 3 Adagio
Play Button Track 4
Allegro
Play Button Track 5 Allegro
      Sonate I D-Dur mit Verzierungen (1. und 4. Satz) nach der Edition von Estienne Roger (Amsterdam, 1710)
Play Button Track 6 Grave-Allegro-Adagio
Play Button Track 7 Allegro
Play Button Track 8 Allegro
Play Button Track 9 Adagio
Play Button Track 10 Allegro
      Sonate IV F-Dur mit Verzierungen (1. und 3. Satz, Schlusskadenz des 2. Satzes) von Johann Helmich Roman
Play Button Track 11 Adagio
Play Button Track 12 Allegro
Play Button Track 13 Vivace
Play Button Track 14 Adagio
Play Button Track 15 Allegro
      aus Sonate X F-Dur Verzierungen und Transkription für Cembalo, Handschrift gebunden in eine Neuauflage der Sonaten von Walsh & Hare, um 1720
Play Button Track 16 Preludio (Adagio)
Play Button Track 17 Gavotta (Allegro)
      Sonate IX A-Dur mit Verzierungen und Veränderungen von Francesco Xaverio Geminiani (posthum veröffentlicht 1776)
Play Button Track 18 Preludio. Largo
Play Button Track 19 Giga. Allegro
Play Button Track 20 Adagio
Play Button Track 21 Tempo di Gavotta. Allegro
      Sonate VIII e-Moll mit Verzierungen (1., 2. und 3. Satz) aus einem Manuskript aus Manchester (ca. 1750)
Play Button Track 22 Preludio. Largo
Play Button Track 23 Allemanda. Allegro
Play Button Track 24 Sarabanda. Largo
Play Button Track 25 Giga. Allegro